Der aMMP-8-Test misst die Konzentration eines körpereigenen Enzyms im Speichel – der aktivierten Matrix-Metalloproteinase 8. Dieses Enzym baut bei zu hoher Konzentration aktiv Kollagen und Knochengewebe ab. Ein erhöhter Wert zeigt, dass gerade aktiver Gewebeabbau stattfindet – nicht nur, dass in der Vergangenheit Schäden entstanden sind. Das macht ihn zu einem Frühwarnzeichen für chronische Entzündungen. Er schlägt an, bevor Schäden im Röntgenbild sichtbar werden.
wir messen, statt zu raten Präzisionsdiagnostik bei Zahnarzt Joseph Schwanitz
Viele Patienten hören bei Zahnfleischproblemen denselben Satz: „Da ist eine Entzündung. Wir behandeln das.“ Was genau entzündet ist, warum es sich entzündet und was die Entzündung gerade aktiv antreibt, das bleibt oft im Dunkeln.
Bei Zahnarzt Joseph Schwanitz beginnt die Behandlung mit einer Messung, nicht mit einer Schätzung.
„Patienten verdienen Antworten, nicht nur Behandlungen. Mein Anspruch ist es, jeden Schritt transparent zu machen. Deshalb setzen wir bei Bedarf auf präzise Biomarker-Tests, damit ich Ihnen exakt erklären kann, was Ihre Entzündung antreibt – denn für mich gehören Offenheit und messbare Sicherheit untrennbar zusammen.“
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Das Wichtigste zur Diagnostik
In der Praxis von Zahnarzt Joseph Schwanitz in Roßdorf basieren alle Therapieentscheidungen auf präzisen Befunden statt auf Schätzungen. Für eine gezielte Parodontitistherapie kommen Testverfahren wie der nicht-invasive aMMP-8-Speicheltest zur Früherkennung von aktiver Gewebezerstörung sowie ein spezifischer Keimtest zur Bestimmung der Bakterienflora zum Einsatz. Um die Zusammenhänge zwischen Mund- und Allgemeingesundheit optimal zu berücksichtigen, werden zudem praxisnahe Laborwerte wie der Vitamin-D-Spiegel, der Omega-3-Index und ein HbA1c-Monitoring bei Diabetikern in die Behandlung eingebunden. Diese spezialisierten Testverfahren dienen als wertvolle Ergänzung und ersetzen keinesfalls die fundierte klinische Diagnose, die strikt nach den aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien durchgeführt wird. Kommen Zusatzleistungen im Einzelfall sinnvoll zum Einsatz, erfolgt im Vorfeld stets eine ehrliche und transparente Aufklärung über die Möglichkeiten sowie eventuelle Zuzahlungen.
Was biomarkerbasierte Diagnostik in der Zahnmedizin bedeutet
Klassische zahnärztliche Diagnostik misst sichtbare Schäden. Diese Verfahren sind wichtig. Aber sie zeigen, was bereits passiert ist, und in der Regel nicht, was aktuell passiert.
Ein Biomarker ist ein messbarer biologischer Wert, der auf einen Prozess im Körper hinweist. In der Zahnmedizin bedeutet das: Wir messen:
- ob gerade aktiv Gewebe abgebaut wird
- welche Bakterien das Zahnfleisch belasten
- ob Ihre Systemwerte die Heilung bremsen.
Das ist der Unterschied zwischen Früherkennung und Schadensfeststellung.
Bei uns werden folgende diagnostische Tests eingesetzt:
- aMMP-8-Test (Speicheltest auf aktiven Gewebeabbau)
- Keimtest (mikrobiologische Analyse der Zahnfleischtaschen)
- Vitamin-D-Spiegel (Bluttest)
- Omega-3-Index (EPA+DHA-Anteil in den roten Blutkörperchen)
- HbA1c-Monitoring bei bekanntem Diabetes mellitus
Diese Tests stehen nicht nebeneinander, sie ergeben ein Bild.
Gewebeabbau rechtzeitig erkennen Der aMMP-8-Test
aMMP-8 steht für aktivierte Matrix-Metalloproteinase 8 – ein körpereigenes Enzym. Bei zu hoher Konzentration baut es Kollagen und Knochengewebe ab. Das ist der biologische Mechanismus hinter aktivem Gewebeabbau bei Parodontitis.
Der Test ist nicht-invasiv. Eine Speichelprobe oder kurze Mundspülung reicht. Das Ergebnis liegt in wenigen Minuten vor – direkt in der Praxis, ohne externe Laborwartezeit.
Was der aMMP-8-Test zeigt
- Ob gerade aktiver Gewebeabbau stattfindet – nicht nur, ob in der Vergangenheit Schäden entstanden sind
- Wie hoch die Entzündungsaktivität zum Zeitpunkt des Tests ist
- Ob eine laufende Therapie wirkt, zeigt ein sinkender Wert.
Der aMMP-8-Test ersetzt keine klinische Untersuchung. Er eignet sich als Ergänzung – zur frühzeitigen Selbsterkennung oder in Kombination mit anderen Tests.
Liegt bei Ihnen bereits eine Parodontitis-Diagnose vor, oder machen Sie sich einfach Sorgen? Dann besprechen wir gemeinsam, ob ein aMMP-8-Test sinnvoll ist.
Lesen Sie hier, wie wir Parodontose und Parodontitis in Roßdorf behandeln.
Keimtest Welche Bakterien treiben Ihre Parodontitis an?
Parodontitis entsteht nicht durch zu wenig Putzen allein. Sie entsteht, wenn bestimmte Bakterien im Zahnfleisch die Oberhand gewinnen – Bakterien, die aktiv Entzündungen fördern und das Zahnhaltegewebe schädigen.
Ein Keimtest analysiert, welche dieser Bakterien bei Ihnen konkret vorliegen. Die Probe stammt aus den Zahnfleischtaschen. Ein Labor wertet sie aus.
Welche Keime untersucht werden
Untersucht werden vor allem die Parodontitis-Markerkeime, darunter:
- Porphyromonas gingivalis
- Tannerella forsythia
- Treponema denticola
Diese drei gelten als besonders aggressiv – oft gemeinsam als „roter Komplex“ bezeichnet. Ihr Nachweis zeigt, mit welcher Art von Entzündungstreiber wir es konkret zu tun haben.
Was das Ergebnis für Ihre Behandlung bedeutet
Je nach Keimnachweis lässt sich die Therapie gezielt ausrichten. Manche Fälle reagieren positiv auf eine mechanische Reinigung. Andere benötigen eine ergänzende spezifische Therapie. Wir setzen sie ein, wenn der Keimtest das unterstützt.
Gießkanne oder Zielfernrohr: Das ist hier der Unterschied.
Wann ein Keimtest besonders sinnvoll ist
- Bei schwerer Parodontitis mit tiefen Taschen
- Wenn Parodontitis trotz Behandlung wiederkehrt
- Vor und nach antibiotischer Begleittherapie
- Wenn Familienangehörige ebenfalls betroffen sind (Markerkeime sind übertragbar)
Kommt Ihre Parodontitis trotz Behandlung immer wieder zurück?
Genau dafür ist der Keimtest da: genauer hinschauen, statt weiter zu vermuten.
Laborwerte als Therapiebasis Vitamin D, Omega-3 und HbA1c
Diese Seite beschreibt die Tests, die Befundseite. Wir empfehlen keine bestimmten Präparate oder Marken. Mikronährstoffe und Tests dienen bei uns ausschließlich der Unterstützung der standardisierten Diagnostik – nie als eigenständige Kaufempfehlung.
Empfehlungen zur antiinflammatorischen Ernährung, die sich daraus ergeben können, behandeln wir auf einer eigenen Seite. Befund und Empfehlung sind zwei verschiedene Schritte.
Erfahren Sie hier mehr über die Ernährung und Mikronährstoffe in der Zahnmedizin
Vitamin-D-Spiegel
Vitamin D beeinflusst das Immunsystem und den Knochenstoffwechsel. Ein Mangel kann die Heilung von Parodontitis bremsen. Wir messen den Wert – wir empfehlen nicht blind, ihn zu erhöhen. Erst der Laborwert, dann die Entscheidung.
Omega-3-Index
Der Omega-3-Index misst den tatsächlichen EPA- und DHA-Anteil in den roten Blutkörperchen. Das ist kein Fragebogen und kein Schätzwert. Es ist ein Laborergebnis. Liegt der Index niedrig, ist die antiinflammatorische Kapazität des Körpers eingeschränkt – das beeinflusst direkt, wie eine Parodontitis verläuft.
HbA1c-Monitoring bei Diabetes
Der Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus und Parodontitis ist medizinisch gut belegt: Beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig. Bei bekanntem Diabetes berücksichtigt Joseph Schwanitz den Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) direkt bei der Behandlung. Nur wenige Praxen in der Region denken das konsequent mit.
Diese Werte sind kein Standard in jeder Praxis. Bei uns sind sie Teil des Behandlungskonzepts.
Behandlung auf Basis von Daten Was wir mit den Befunden machen
Ein Test ist nur so sinnvoll wie das, was danach passiert.
Befunde, die zusammenpassen
Ein Beispiel: erhöhter aMMP-8-Wert, Nachweis von Porphyromonas gingivalis, niedriger Omega-3-Index. Das zeigt aktiven Gewebeabbau, einen hochriskanten Keim und eine eingeschränkte körpereigene Entzündungshemmung. Aus diesem Gesamtbild entsteht ein konkreter Therapieplan – kein allgemeines Standardvorgehen.
Verlaufskontrolle mit Messung
Tests werden wiederholt – nach Plan, nicht nach Gefühl. Ein sinkender aMMP-8-Wert zeigt, dass die Therapie wirkt. Bleibt der Wert erhöht, passen wir das Vorgehen an. Schätzen ist hier keine Option.
Diagnostik ohne Konsequenz ist sinnlos. Bei uns folgt aus jedem Befund ein konkreter Therapieschritt.
Was die Tests kosten – und was die Kasse übernimmt
Biomarker-Tests sind in der Regel Privatleistungen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die klassische Paro-Diagnostik (Sondierung, Röntgenbild) – die erweiterten Tests gehören nicht dazu.
Ungefähre Kosten (Stand 2026)
- aMMP-8-Test: ca. 30–80 €, je nach Umfang
- Keimtest (mikrobiologische Laboranalyse): ca. 80–150 €
- Vitamin-D-Spiegel und Omega-3-Index: Laborkosten variieren, meist außerhalb der GKV-Leistung
- HbA1c: bei bekanntem Diabetes oft über den Hausarzt abrechenbar
Wann lohnt sich der Mehraufwand?
Frühzeitig erkannte Entzündungsaktivität kann teure Spätfolgen verhindern – tiefe Taschen, Knochenabbau, Zahnverlust. Der Test ist eine Investition, die sich langfristig rechnen kann.
Wir erklären Ihnen vorab, welche Tests bei Ihrem Befund sinnvoll sind. Und was sie kosten.
FAQ Häufige Fragen
Was ist ein aMMP-8-Test – und warum macht mein Zahnarzt das?
Ist der aMMP-8-Test schmerzhaft oder invasiv?
Nein. Der Test funktioniert mit einer Speichelprobe oder einer kurzen Mundspülung. Es gibt keine Nadel, keine Punktion, keine unangenehme Prozedur. Das Ergebnis liegt in wenigen Minuten direkt in der Praxis vor – kein externes Labor, keine Wartezeit.
Was zeigt ein Keimtest beim Zahnarzt?
Ein Keimtest analysiert die Bakterien in den Zahnfleischtaschen mikrobiologisch. Er zeigt, welche Parodontitis-Markerkeime konkret vorhanden sind – zum Beispiel Porphyromonas gingivalis, Tannerella forsythia oder Treponema denticola. Mit dem Ergebnis lässt sich die Therapie gezielt ausrichten, statt nach einem allgemeinen Standard vorzugehen.
Was ist der Unterschied zwischen aMMP-8-Test und Keimtest?
Der aMMP-8-Test misst die Entzündungsaktivität im Gewebe: Er zeigt, ob gerade aktiv Gewebe abgebaut wird. Der Keimtest zeigt, welche Bakterien die Entzündung antreiben. Beide Tests ergänzen sich – der eine misst die Auswirkung, der andere die Ursache.
Wozu Vitamin-D- und Omega-3-Test beim Zahnarzt?
Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren beeinflussen, wie gut der Körper Entzündungen reguliert. Ein Mangel kann die Heilung von Parodontitis bremsen. Der Omega-3-Index misst den tatsächlichen EPA- und DHA-Anteil in den roten Blutkörperchen – kein Schätzwert, sondern ein Laborergebnis. Bei Schwanitz Zahnmedizin werden diese Werte als Therapiebasis genutzt, nicht als allgemeine Ernährungsempfehlung.
Was kosten aMMP-8-Test und Keimtest?
Der aMMP-8-Test liegt in der Regel bei 30–80 €, je nach Umfang. Der Keimtest kostet meist 80–150 €, da er eine Laboranalyse erfordert. Wir erklären Ihnen vorab, welche Tests bei Ihrem Befund sinnvoll sind und was sie kosten. Keine Überraschungen.
Zahlt die Krankenkasse diese Diagnostiktests?
In der Regel nein. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die klassische Paro-Diagnostik (Sondierung, Röntgenbild), nicht die Biomarker-Tests. Für HbA1c-Messungen bei bekanntem Diabetes kann in manchen Fällen Ihr Hausarzt die Abrechnung übernehmen. Wir klären das gern mit Ihnen.
Wie oft werden diese Tests wiederholt?
Das hängt vom Befund und vom Therapieverlauf ab. In der Regel werden Tests zur Verlaufskontrolle nach einigen Monaten wiederholt. Ein sinkender aMMP-8-Wert zeigt, dass die Therapie wirkt. Bleibt der Wert erhöht, passen wir das Vorgehen an.
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Wissenschaftliche Quellen zur Präzisionsdiagnostik
Die Diagnostik folgt den Empfehlungen der zahnmedizinischen Fachgesellschaften und dem aktuellen Stand der Forschung.
Leitlinien & Stellungnahmen
- Die Behandlung von Parodontitis Stadium I bis III – deutsche Implementierung der EFP-S3-Leitlinie, DG PARO/DGZMK, Stand 12/2020 (Gültigkeit lief 11/2025 aus; Aktualisierung seit 12/2025 bei der AWMF angemeldet, noch nicht veröffentlicht). AWMF-Register 083-043.
- Parodontitis-Diagnostik mit dem Entzündungsmarker MMP-8 – gemeinsame wissenschaftliche Mitteilung von DG PARO und DGZMK zur Bewertung des aMMP-8-Tests.
Studien
- Li et al.: Diagnostic Accuracy of a Point-of-Care aMMP-8 Test – Validation Trials and Updated Meta-Analysis. J Clin Periodontol, 2025. DOI: 10.1111/jcpe.14119
- Guhanraj & Matharasi: Integrated anaerobic culture and molecular approaches for periodontal pathogens. Diagn Microbiol Infect Dis, 2026. DOI: 10.1016/j.diagmicrobio.2026.117540
- Machado et al.: Vitamin D and Periodontitis: A Systematic Review and Meta-Analysis. Nutrients, 2020. DOI: 10.3390/nu12082177
- Simpson et al.: Treatment of periodontitis for glycaemic control in people with diabetes mellitus. Cochrane Database Syst Rev, 2022. DOI: 10.1002/14651858.CD004714.pub4
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